SOS-Kinderdörfer
Seit fast 60 Jahren helfen die SOS-Kinderdörfer verlassenen Kindern in aller Welt.

Überall auf der Welt brauchen Kinder Hilfe. Armut, Kriege, Gewalt und Missbrauch treffen vor allem die Schwächsten – die Kinder. Verlassene Kinder finden in den SOS-Kinderdörfern die Liebe einer SOS-Kinderdorf-Mutter, eine neue Familie und die Ruhe und Geborgenheit, die sie brauchen, um ihr schweres Schicksal zu bewältigen. Im sicheren Rahmen der dörflichen Gemeinschaft, mit pädagogischer und psychologischer Unterstützung kann neue Hoffnung entstehen.
Heute leben in 533 SOS-Kinderdörfern und 606 SOS-Jugendeinrichtungen mehr als 80.000 Kinder und Jugendliche. Die SOS-Kinderdörfer sind politisch neutral sowie überkonfessionell und achten die weltweit unterschiedlichen Kulturen. So wächst jedes Kind in seiner jeweiligen Religion und gemäß den Traditionen seines Landes auf. Bis zum Einstieg ins Berufsleben, bei Bedarf noch länger, bleibt es in seiner Familie. Auch später bleibt das SOS-Kinderdorf seine Heimat.
Darüber hinaus leistet SOS Nachbarschaftshilfe: Die SOS-Kindergärten, -Schulen,
-Krankenstationen, -Ausbildungszentren und kleineren Wirtschaftsprojekte werden auch von Familien aus der Umgebung genutzt.
Die SOS-Kinderdorf-Idee ist einfach und beruht auf vier Prinzipien:

1. Die Mutter
Jedes Kind bekommt eine Mutter. Sie ist seine erste Bezugsperson, verfügt über das notwendige pädagogische Fachwissen und gibt ihm Liebe und Geborgenheit.

2. Die Geschwister
Zu einer SOS-Kinderdorf-Familie gehören in Europa vier bis sechs, in Asien oder Afrika bis zu zehn Kinder. Mädchen und Jungen verschiedenen Alters leben mit der SOS-Kinderdorf-Mutter in einer Familie. Leibliche Geschwister bleiben zusammen.

3. Das Haus
Jede Familie lebt in einem eigenen Haus, dessen Mittelpunkt das gemeinsame Wohnzimmer ist.

4. Das Dorf
Ein SOS-Kinderdorf besteht aus 10 bis 15 Familienhäusern.
Es wird von einem Dorfleiter oder einer Dorfleiterin geführt.
